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    Hörminderung - du bist nicht allein

    Von der erwachsenen Bevölkerung in Schweden wird geschätzt, dass 120 000 Personen eine schwere oder sehr schwere Hörminderung haben. Nahezu 500.000 Personen haben eine mittelgradige Hörminderung und 1,3 Millionen Personen eine leichtere Hörminderung. In der Gruppe der 80-Jährigen und Älteren haben nahezu alle irgendeinen Grad von Hörminderung. Insgesamt wird geschätzt, dass etwa 570 000 Erwachsene von einem Hörgerät profitieren können. Bei gut 270 000 Erwachsenen wird angenommen, dass sie ein Hörgerät haben. Von diesen geben gut die Hälfte an, ihr Hörgerät regelmäßig zu benutzen. Das kann bedeuten, dass nur jeder Vierte von denen, die ein Hörgerät benötigen würden, ein Hörgerät hat, das er regelmäßig verwendet. Das kann verschiedene Gründe haben. Eine Hörminderung entwickelt sich langsam über die Zeit, wodurch sie recht ausgeprägt werden kann, bevor der Betroffene oder die Umgebung auf die Hörminderung aufmerksam wird.

    Wie viel ein Hörgerät genutzt wird, kann von vielen Faktoren abhängen: vom Grad des Hörverlustes, davon, wie lange die Hörminderung bereits besteht, und davon, dass man in den Situationen, in denen man die größten Probleme mit dem Hören hat, ausreichend Nutzen von einem Hörgerät hat. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich die Hörfähigkeit mit Hörgerät nach einer gewissen Nutzungs- und Eingewöhnungszeit verbessern kann.

    Bei leichter bis mittelgradiger Hörminderung besteht das Problem hauptsächlich darin, Gesprächen mit mehreren Beteiligten zu folgen. Hier bietet ein Hörgerät häufig nur begrenzte Hilfe. Wenn die Hörminderung mittelgradig bis schwer ist, erleichtert das Hörgerät vor allem Gespräche zwischen zwei Personen, insbesondere in einer ruhigen Umgebung. Die Probleme bei nachlassendem Hörvermögen machen sich zunächst dadurch bemerkbar, dass es schwieriger wird, an Gesprächen bei Besprechungen, Einladungen etc. teilzunehmen, und entwickeln sich so, dass man nach und nach auch bei Gesprächen in ruhiger Umgebung Schwierigkeiten bekommt. Daher ist es oft so, dass viele, die sich zum ersten Mal ein Hörgerät zulegen, zunächst weniger Nutzen davon haben, als sie später im Leben haben werden, wenn ihre Hörminderung ausgeprägter wird.

    Anteil mit Hörminderung

     Alter 65dB HL+ 40–64 dB HL 20–39 dB HL Summe
    18–30 0,0 0,2 2,4 2,6%
    31–40 0,7 0,4 4,5 5,6%
    41–50 0,3 2,0 11,2 13,5%
    51–60 0,9 4,7 23,2 28,8%
    61–70 2,3 8,4 40,1 50,8%
    71–80 4,0 25,7 44,3 74,0%
    81 + 13,0 40,9 39,8 93,7%
    Alle 18 Jahre und älter 1,6 6,8 18,3 26,8%

     

    Welche Symptome treten bei Hörminderung auf?

    Häufig tritt eine Hörminderung gemeinsam mit Tinnitus auf, das heißt, Sie hören ein Rauschen oder Pfeifen. Ein typisches Symptom bei Hörminderung ist, dass andere Personen in Ihrem Umfeld Sie darauf aufmerksam machen; sie bemerken zum Beispiel, dass Sie den Fernseher sehr laut stellen oder dass Sie nachfragen, was sie gesagt haben. Weitere häufige Symptome sind:

    • Sie erleben, dass andere vage oder undeutlich sprechen
    • Sie finden es schwierig zu hören, was jemand sagt, wenn andere gleichzeitig sprechen
    • Sie finden es schwierig zu hören, was jemand sagt, wenn es laut oder geräuschvoll ist
    • Sie haben das Gefühl, ein verstopftes Ohr zu haben
    • Sie haben möglicherweise Schwierigkeiten, hohe Töne zu hören, zum Beispiel Insekten und Vögel

    Quelle: 1177.se/sjukdomar-besvar/horsel

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